Dienstag, August 16, 2022

Bad Schönborns Bürgermeister will kommen - KW 15

Bad Schönborns Bürgermeister will kommen - KW 15

Mehrere Mitglieder des Integrationsvereins Waghäusel mit der Vorsitzenden Ebru Baz an der Spitze nahmen an einem Vortrag in Bad Schönborn teil. Neugierig, kritisch, kontrovers, verbindend: 2. Waghäusler Benefiz HoffestSo könnte man in Stichworten die Stimmungsschwankungen skizzieren. Schon der Titel des Abends, „Gehört der Islam nach Deutschland?“, lud zu Diskussionen im Vorfeld ein.

Nachdem Rüştü Aslandur, Vorsitzender des DMK (Deutschsprachiger Muslimkreis Karlsruhe), stellvertretender Migrationsbeirat der Stadt Karlsruhe und Referent des Abends, den Zuhörern die Grundzüge des Islam erläutert hatte, kam eine lebhafte Diskussion in Gang, die in ihrem Facettenreichtum einen Mikroquerschnitt durch die Gesellschaft darstellte. Da zeigte sich Verständnis und Neugier gegenüber der religiösen Minderheit, aber auch Angst und Skepsis. „Viele reden über den Islam, aber nur wenige wissen mehr darüber“, so Rüştü Aslandur. Souverän stand er auch seinen Kritikern Rede und Antwort und betonte, der Islam sei nicht nur Religion, sondern vielmehr eine Lebensweise, die jeder Muslim nach bestem Wissen und Gewissen führe.

Die Taten extremistischer Fundamentalisten, die leider immer wieder in einem Atemzug mit dem Islam genannt werden, erschweren die Aufklärungsarbeit der Muslime weltweit unnötig. Der Koran selbst ruft zu Frieden und Toleranz gegenüber nichtmuslimischen Gläubigen auf. Die einfachste Brücke zwischen Christentum und Islam schlägt man über den gemeinsamen Ursprung und die ideellen Parallelen der Religionen.
Gefreut hat sich der Integrationsverein darüber, dass Bürgermeister Rolf Müller sofort die Waghäuseler Delegation begrüßte. Er wollte im Gespräch wissen, wie der Integrationsverein in Waghäusel gegründet wurde und wie die Erfolge zustande kamen. Denn er plane in Bad Schönborn auch einen solchen Integrationsverein. Das Ortsoberhaupt bekam Tipps und auch eine Einladung zum Benefiz-Hoffest am 16. Mai. Er komme sehr gern, versprach Müller.

Scroll to top